Projekt

Sam Hopkins: Die Dauercamper

„Die Dauercamper“ ist eine Audio-Installation, die ein imaginäres Europa inszeniert, in dem Migration nicht mehr existiert. Karl und Else Bauer, ein älteres Ehepaar, haben eine unkonforme Sicht auf humanistische und ökologische Fragen. Die politischen Außenseiter leben in einem Wohnwagen und versorgen sich selbst mit Energie, erzeugt über einen Fahrradgenerator. Basierend auf der Ikonografie von Dokumentationen sowie ethnografischen oder Science-Fiction-Filmen spekuliert das experimentelle Hörspiel „Die Dauercamper“ über ein zukünftiges Europa, in dem die Umweltkatastrophe Realität geworden ist. Wirtschaftliche Dominanz mutiert zu einem vergangenen Traum. Die Installation wird ab Juni 2018 in einem eigens für die Vorführung gebauten Wohnwagen zu erleben sein, in den ebenfalls ein Fahrradgenerator Energie einspeist. Nur wer in die Pedale tritt, kommt in den Kunstgenuss.

Der britisch-kenianische Künstler Sam Hopkins (*1979) profitiert über das VISIT-Stipendium auch von dem, wie er selbst sagt, „breit aufgestellten Netzwerk“. Der Austausch mit Ingenieuren, Wirtschaftsexperten und Kunstinstitutionen gibt seinem Schaffen immer wieder wichtige Impulse. Zum Beispiel erhält er bei der Produktion des Fahrradgenerators Hilfe des e:lab, eines Zusammenschlusses von Technikern und Experten des Fraunhofer Instituts, das die innogy Stiftung ebenfalls fördert. Auch ermöglichte ihm das innogy-Netzwerk, sein Werk „Ministry of Plastic“ im Rahmen des Festivals „Innovative Citizen“ vor dem Dortmunder U zu zeigen.  

Website von Sam Hopkins