Projekt

Sam Hopkins: Die Dauercamperin

Lena Bauer ist „Die Dauercamperin“. Sie war eine Visionärin und gründete die Intentional Community Dezent. Lena ging offline und ließ ihr smartes Leben hinter sich, um frei zu sein. Gemeinsam mit Gleichgesinnten, wagte sie ein Leben außerhalb zentralisierter Systeme. Sie versorgte sich selbst mit Gemüse, erzeugte ihre eigene Energie und entwickelte mit ihren MitstreiterInnen ein autarkes System. Das war 2020. 

„Die Dauercamperin“ ist eine Klanginstallation, die nach dem Wesen der Freiheit, den Grenzen der Autarkie und der Veränderbarkeit von Systemen fragt. Wir sehen den Camper als Rekonstruktion der Anfänge der Dezent-Gemeinde von 2020. Europa wurde zur Dystopie bröckelnder Wirtschaftssysteme, Corporate Governance, fremdenfeindlichem Populismus und Umweltkatastrophen. Die Gesellschaft zersplitterte in eine Vielzahl autonomer, unabhängiger Gruppierungen. Wir hören Lena und ihren Mitbewohnern zu, wie sie streiten und sich in frage stellen. Sie sind sich grundliegend uneinig darüber, wie sie ihren ethischen und moralischen Grundsätzen in einer Welt weiter folgen können, durch die sie immerzu kompromittiert werden.

„Die Dauercamperin“ ist ein immersives Radio-Stück, das die abstrakten Prinzipien von Unabhängigkeit und Autonomie dramatisiert. Es befragt ein grundsätzliches Dilemma: Wie kann man sich die Scheinheiligkeit des eigenen Lebens eingestehen und gleichzeitig der eigenen politischen Handlungsmacht bewusst sein? 

Ein Jahrhundert später würdigt Bob Wood, CEO der People Company, Lena Bauer für ihren Einsatz und ihren Beitrag zur Einführung des New Internet. Empathie und Effizienz gehen nun Hand in Hand. Wie konnte das geschehen?

Vom 4. Mai bis 30. Juni 2019 wird „Die Dauercamperin“ zum ersten Mal im Rahmen von „Ruhr Ding: Territorien“ präsentiert. 

#VISIT2017

Website von Sam Hopkins





































































































































Der britisch-kenianische Künstler Sam Hopkins (*1979) profitierte auch an anderer Stelle vom VISIT-Stipendium: Das innogy Netzwerk half ihm seine Arbeit „Ministry of Plastic“ vor dem Dortmunder U als Teil des „Innovative Citizen“ Festivals im Dezember 2017 sowie 2018 zur PlastikBudget Konferenz am KWI in Essen auszustellen.