VISIT 2019: Über 130 internationale Bewerbungen

Die drei Residenz-Künstler*innen des Förderprogramms VISIT der innogy Stiftung im Jahr 2019 sind Yvon Chabrowski, Christoph Görke, sowie ein Duo bestehend aus Andrea Winkler und Stefan Panhans.

Diese Entscheidung traf die Jury aus Lichtkünstler Mischa Kuball, Soziologe Harald Welzer, Folkwang-Kuratorin Anna Fricke und Inke Arns, Direktorin des Hartware MedienKunstVereins. Über 130 internationale Bewerbungen zum Thema „Energie und ihre Relevanz hinsichtlich gesellschaftlicher Transformationsprozesse“ und damit auch eine Vielfalt künstlerischer Positionen und Gattungen wurden bewertet. „Die Auswahl der drei Projekte spiegelt diese Vielfalt“, sagt Daniela Berglehn, die VISIT bei der innogy Stiftung betreut. „Die ausgewählten Positionen zeigen drei sehr unterschiedliche Herangehensweisen und sind daher auch als Konstellation ein Ausdruck für die Komplexität und Bandbreite des Themas und der Möglichkeiten, die es eröffnet.“ Die Qualität aller eingereichten Konzepte hatte ein durchweg hohes Niveau, war sich die Jury einig. Die innogy Stiftung bedankt sich bei allen Bewerber*innen und ermutigt diese, ihre Ideen weiter zu verfolgen.

Yvon Chabrowski beschäftigt sich mit dem Strukturwandel im Ruhrgebiet, und wie sich die Veränderung der geleisteten Arbeit sich an den Körpern der Menschen ablesen lässt. Christoph Görke hat vor, in minutiöser Kleinarbeit einen dysfunktionalen LED-Screen aus Altpapier-Verbundstoff herzustellen. Das Duo Andrea Winkler und Stefan Panhans besingen mit einem Musical in einem Elektro-SUV die Ausschlachtung von Ressourcen und Individuum.

Aktuell konkretisieren und planen die Stipendiaten gemeinsam mit dem Team rund um Daniela Berglehn die Umsetzungsschritte ihrer Projekte. Die Ergebnisse werden 2020 der Öffentlichkeit präsentiert und von unterschiedlichen Diskursformaten mit Gästen aus Wirtschaft, Forschung, Kunst- und Kulturszene, Medien oder angewandter Philosophie begleitet.