VISIT 2018: Über 130 internationale Bewerbungen

Die drei Residenz-Künstler*innen des Förderprogramms VISIT der innogy Stiftung im Jahr 2018 sind Ani Schulze (36) sowie Benjamin Robin Clement (29) und Jonathan Omer Mizrahi (25).

Diese Entscheidung traf die Jury aus Lichtkünstler Mischa Kuball, Soziologe Harald Welzer, Folkwang-Kuratorin Anna Fricke und Inke Arns, Direktorin des Hartware MedienKunstVereins. Über 130 internationale Bewerbungen zum Thema „Energie“ und damit auch eine Vielfalt künstlerischer Positionen und Gattungen wurden bewertet. „Die Auswahl der drei Projekte spiegelt diese Vielfalt“, sagt Daniela Berglehn, die VISIT bei der innogy Stiftung betreut. „Die ausgewählten Positionen zeigen drei sehr unterschiedliche Herangehensweisen und sind daher auch als Konstellation ein Ausdruck für die Komplexität und Bandbreite des Themas und der Möglichkeiten, die es eröffnet.“ Die Qualität aller eingereichten Konzepte hatte ein durchweg hohes Niveau, war sich die Jury einig. Die innogy Stiftung bedankt sich bei allen Bewerber*innen und ermutigt diese, ihre Ideen weiter zu verfolgen.

Ani Schulze plant eine Installation mit dem Titel „Ancient Circuits“ [alte Kreisläufe]. Benjamin Robin Clement überzeugte mit dem Konzept für eine skulpturale Arbeit, die den Arbeitstitel „Application“ trägt. Jonathan Omer Mizrahi wird einen Film drehen, der dokumentarische Elemente mit einer fiktiven Story sowie einem Live-Event verknüpft. Der Film trägt den Titel „Die Nacht des bunten Himmels“ und rekurriert auf ein ungewöhnlich „energiegeladenes“ Ereignis in Grevenbroich.

Aktuell konkretisieren und planen die Stipendiaten gemeinsam mit dem Team rund um Daniela Berglehn die Umsetzungsschritte ihrer Projekte. Die Ergebnisse werden 2019 der Öffentlichkeit präsentiert und von unterschiedlichen Diskursformaten mit Gästen aus Wirtschaft, Forschung, Kunst- und Kulturszene, Medien oder angewandter Philosophie begleitet.